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Foto: H.Rohdenburg
Foto: H.Rohdenburg

 

Der Adventskranz wird 177 Jahre alt

 

1839 wurde er im Rauhen Haus erfunden

 

 Weltpremiere deutschen Brauchtums: Am ersten Advent des Jahres 1839 hing im Rauhen Haus in Hamburg der erste Adventskranz. Sein „Erfinder“ war der damals 31-jährige Hamburger Theologe Johann Hinrich Wichern. Er hatte sechs Jahre zuvor das Rauhe Haus als „Rettungsanstalt“ für verwahrloste Kinder aus Hamburger Elendsvierteln gegründet.

 

Jeden Tag eine Kerze

 

Der erste Adventskranz war aus Holz gefertigt und ungefähr so groß wie ein Wagenrad. Mit Kerzen bestückt hing er unter der Decke des Betsaals, in dem die täglichen Andachten stattfanden. Für jeden Tag im Advent steckte eine Kerze im Kranz: vier große weiße Kerzen für die Sonntage, für jeden Werktag eine kleine rote. Im Jahr 1839 fiel Heiligabend auf einen Dienstag. Wicherns Idee beim Adventskranz war, den Kindern die Zeit des Wartens und die Vorfreude auf das Weihnachtsfest anschaulich erlebbar zu machen. Jeden Tag wurde eine Kerze mehr angezündet, so dass am Heiligen Abend sämtliche Lichter brannten. „Das ganze diente ebenso wie zur Erbauung als Stärkung und Freude im Herrn“, schrieb Wichern in sein Tagebuch.

 

Der Adventskranz wird grün

 

1851 wurden die Wände des Betsaals erstmals während der Adventszeit mit Tannenzweigen geschmückt. Erst 1860 verzierten die „Rauhhäusler“ auch ihren Adventskranz mit Tannengrün und weißen Bändern. Heute ist der Adventskranz aus der deutschen Vorweihnachtszeit nicht mehr wegzudenken. Als er zu Beginn des 20. Jahrhunderts Einzug in die bürgerlichen Wohnstuben hielt, musste er allerdings kleiner werden. Man verzichtete deshalb auf die kleinen Werktagskerzen. Seither hat der gebräuchliche Adventskranz bekanntlich nur noch vier Kerzen.

 

Im Rauhen Haus ist die Tradition des Wichernschen Adventskranzes beibehalten worden. Am Montag nach dem Ersten Advent werden im alten Rauhen Haus die ersten beiden Kerzen des Kranzes feierlich mit einer Andacht entzündet. Kinder aus der Wichern-Schule nehmen dann ein Licht vom Kranz mit in die Schule, um dort dann den Kranz in der Schulkapelle zu entzünden. Dort treffen sich jeden Morgen Grundschulkinder zu einer Andacht und zünden dann jeweils eine weitere Kerze an, so wie es Johann Hinrich Wichern vor 175 Jahren im Betsaal des Rauhen Hauses erstmals getan hat.

 

Quelle: Das Rauhe Haus, Hamburg
Quelle: Das Rauhe Haus, Hamburg

 

Wir wünschen allen eine gemütliche und besinnliche Adventszeit

 

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