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Foto: H. Rohdenburg
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Pastor Frank Waterstraat

 

 

 

 

 

 

Gedanken zur Jahreslosung 2018

 

 

Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. (Offenbarung des Johannes 21,6)

 

Sicher hatten Sie schon einmal richtig großen Durst. Ich meine nicht den Kaffeedurst zwischendurch, z. B. bei der Arbeit. Ich meine ein Gefühl, bei dem Mund und Rachen trocken und kratzig sind, einem regelrecht „die Spucke wegbleibt“ und bei dem man anfängt, an nichts anderes mehr zu denken als an etwas zu trinken. Im Extremfall haben Menschen, die sich verirrt haben, schmutziges Brackwasser oder Gefährlicheres getrunken. Vielleicht kennen Sie eine Vorstufe, wenn Sie sich bei einer Wanderung verlaufen haben. Noch nicht so, dass Sie sich Sorgen um Gesundheit und Leben gemacht haben, aber schon so stark, dass die Versuchung, aus einem Bach oder Fluss zu trinken, dessen Wasserqualität Sie nicht kannten, immer größer wurde. „Lebendiges Wasser“ war, was Sie brauchten. Und dann haben Sie es bekommen. Möglicherweise vor Ort, wenn der Gebirgsbach oder die Quelle im Wald klares, kühles Wasser führten. Oder nach der Rückkehr ins Hotel oder auf den Campingplatz. Kennen Sie dieses unglaublich gute Gefühl, die ersten Schlucke zu trinken, die trockene Rauheit verschwindet, und Sie leben regelrecht wieder auf?

 

Das, sagt dieser biblische Vers, ist ein mögliches Bild für Gottes Handeln an uns. Es kann Lebens-Phasen geben, die so dürr sind, wie eine Wüste oder ein vertrockneter Wald. Irgendetwas ist passiert, das einen Menschen eine regelrechte Durststrecke erleben lässt, über die er sich quält. Wie jemand ohne Wasser verliert er Kraft und Zuversicht. Es gibt dafür eine nahezu unendliche Zahl von Auslösern: Vielleicht ist es tiefe Trauer, so dass ein Mensch sich innerlich ausgetrocknet und verdorrt fühlt. Oder Zukunftsangst lähmt Lebendigkeit und Beweglichkeit wie furchtbarer Durst. Oder eine umfassende Enttäuschung erstickt das Blühen und Grünen des eigenen Lebens im Keim.

 

Dann können ein gutes Wort und ein gutes Miteinander das lebendig machende Wunder sein. Ich denke dabei an das Wort von der Überwindung des Todes durch Gott, das den Traurigen in seinem Innersten erreicht. Oder an den sich neu erschließenden Glauben, dass Zukunft in Gottes Hand liegt; oder daran, dass der Glaube an den Wert, den wir bei Gott haben, hilft, Demütigung oder Scheitern auszuhalten, auch wenn sie schmerzen. Die Bibel ist voller lebendig machender Worte, das Gesangbuch auch und manche Menschen sind wie Quellen des lebendigen Wassers für die, die ihnen begegnen. Diese Fülle ist hier nicht ansatzweise vollständig wiederzugeben. Deshalb sei nur ein Satz genannt, der mich immer wieder vor dem Austrocknen bewahrt hat, wenn es eine „Wüste“ zu überwinden galt. Es ist ein Vers, der vor der Jahreslosung steht: Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid, noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen (Offenbarung des Johannes, 21,4).

 

Für mich ist das wie Proviant und frisches Wasser, die am Leben halten. Als Seelsorgende erleben wir immer wieder Situationen, die Menschen Lebenskraft nehmen. Dieser Satz hat mir geholfen, nicht aufzugeben und eine Perspektive über Tag und Stunde hinaus offenzuhalten – auch, wenn die aktuelle Realität mit dem Tod auf der Straße, im Haus oder auf der Bahnstrecke gerade völlig anders war. Aber dieser Tod hat nicht das letzte Wort über uns, sondern Gott. Das hält mich lebendig, auch mitten in den Wüsten, die im Leben manchmal zu durchqueren sind.

 

 

 

 

 

 

 

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