Foto: H.Rohdenburg, eine Strasse nach Norden in Australien
Foto: H.Rohdenburg, eine Strasse nach Norden in Australien

 

Stimmt der Kurs?

 

 

Menschen geben unterschiedliche Antworten auf die Frage, was ihnen im Leben wichtig ist. Familie, Freunde, Beruf, Hobbies, Sport, bestimmte materielle Güter werden z. B. genannt. Manches davon findet man im Leben vor – die meisten werden in eine Familie hinein geboren -, anderes ergibt sich – Freunde -, wieder anderes sucht man sich oder es muss erarbeitet werden. Ich weiß nicht, wie intensiv sich Menschen generell auf ihrem Lebensweg fragen, was für sie wirklich zählt. Natürlich ist das jeder und jedem selbst überlassen. Und ich möchte auf keinen Fall dazu aufrufen, sich diese Fragen permanent so zu stellen, dass sie uns blockieren und alles und jedes dauernd auf den Prüfstand stellen. Es gibt immer einen zweiten oder dritten Weg, immer hätte man an einer Wegkreuzung auch anders abbiegen können, immer hätte man das eine oder andere besser oder mindestens anders machen können. Eine ständige Nabelschau kann lähmen und frustrieren, wenn es nur dabei bleibt. Und der Sinn für das tatsächlich Machbare, früher und heute, muss aktiv „zugeschaltet“ sein.

 

Aber: Gelegentlich sich und auch die vertrauten Menschen, die den eigenen Lebensweg begleiten, zum reflektierenden Innehalten zu ermutigen, ist hilfreich. Vor allem dann, wenn dieses Innehalten nicht in einer Situation passiert, die zu Veränderungen zwingt. Besser scheint es, wenn gewissermaßen alles ruhig ist und nicht nach möglichst schneller Veränderung ruft. Dann wäre Zeit sowie mentale und seelische Kapazität vorhanden, eine ehrliche Lagebeurteilung durchzuführen. Erst einmal für sich, dann im Austausch mit eigenen Vertrauten. Das Ergebnis ist offen: Kommt man dazu, dass die als wichtig erachteten Dinge im Leben präsent sind, so dass es bleiben darf, wie es ist? Oder gibt es partiellen Korrekturbedarf? Oder vielleicht die Notwendigkeit der kompletten Kurskorrektur?

 

Eine ruhige Zeit im Urlaub könnte dafür der richtige Zeitpunkt sein. Nicht in jedem Urlaub und schon gar nicht die ganze Zeit über. Aber an einem Tag, der passt, sich diese Reflektion zu gönnen, bietet eine große Chance: die Schätze zu entdecken, die einem vor den Händen sind. Vielleicht entdecke ich aus der Ruhe heraus neu, welche Bedeutung mein Lebenspartner oder meine Lebenspartnerin für mich hat? Wann habe ich das zuletzt gezeigt? Oder anderen Familienmitgliedern? Stimmen meine Prioritäten inmitten all` der Alltagsan- oder überforderungen noch? Was bedeuten mir Freunde? Meine Hobbies und geschenkten Talente? Sind sie verschüttet und müssten freigelegt werden? Gas wegnehmen, sich treiben lassen und gewissermaßen den Blick auf die innere Seekarte zu werfen, mag zu einer korrekten Positionsbestimmung und Kursfestlegung - neu oder wie gehabt - beitragen. Nach den Irrungen und Wirrungen der letzten Monate wäre das vielleicht ein guter Ausgangspunkt für den nächsten Teil unserer Reise durch das Leben.

 

Bleiben Sie bewahrt und behütet, seien Sie gesegnet.

 

Herzliche Grüße im Namen des Teams des Kirchlichen Dienstes in Polizei und Zoll,

 

Ihr

 

P. Frank Waterstraat

 

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