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Foto: Rohdenburg
Foto: Rohdenburg

 

Gedanken zum Weihnachtsfest 2019

 

Beim Aufräumen bekam ich den schweren Metallständer für den Weihnachtsbaum in die Finger. Das erinnerte mich an manches Hin und Her, bis der Baum dann endlich im Wohnzimmer stand. Je nach Qualität war das mit mehr oder weniger großen Verlusten an Nadeln verbunden, gelegentlich auch mit einem nicht weihnachtlichem Fluch, wenn das Grünzeug im Hemd steckte und einen piekste.

 

Jedenfalls versetzte mich das Stück Metall in Tagträumereien von vergangenen, zurückliegenden Festen der Kindheit.

In den Tagen davor wuchs die Spannung, was es für Geschenke und zu essen geben würde, wer zu Besuch käme und ob der Besuch dann eher als Kür oder Pflicht zu betrachten war und wie der Gottesdienst sein würde. Und noch etwas war da, ein nicht recht fassbarer Überschuss von Erwartung und Vorfreude, ein Kribbeln im Bauch, eine vibrierende positive Energie. Draußen war es noch intensiver zu spüren, wir wohnten in der Stadt, überall weihnachtete es sozusagen. Mit Eltern oder Großmutter konnte man sich einfach treiben lassen, sehen, hören, staunen und Sachen essen, die es sonst nicht gab. Kennen Sie noch diese rot lasierten Äpfel, die meistens mehlig waren und an deren Lasur das Zahnfleisch wund wurde? Aber ohne so einen Apfel war der Gang durch die weihnachtliche Stadt nicht komplett. Und dann die Geschenke! Ich wusste nicht, was es geben sollte. Und das war gut. In den meisten Fällen gefiel mir, was ich bekam und es wäre ein Teil von Weihnachten nicht erlebbar gewesen, hätten Warten und Überraschung gefehlt.

Deshalb finde ich es schade, wenn Geschenke gewissermaßen vorbestellt werden können. Ich weiß, viele von uns haben eigentlich „alles“. Aber haben wir nicht mehr genug Phantasie uns vorzustellen, worüber die Menschen, die wir beschenken möchten und die das auch mit uns tun, sich freuen? Unsere Welt ist an vielen Stellen auf Sachlichkeit und Effizienz eingestellt.

 

Lassen wir diese Kriterien doch jetzt einmal außen vor. Denken wir uns etwas aus, worüber sich vertraute Menschen um uns herum freuen, womit wir sie positiv überraschen können und das nicht nur brauchbar und nützlich ist. Etwas Schönes, etwas das man nicht haben muss, aber gerne hätte, ausgesucht von einem nahestehenden Menschen nur, um eine Freude zu machen – das ist etwas ganz Besonderes. Das bleibt. Und darauf bin ich bereit zu warten und darüber freue ich mich. Vielleicht haben Sie ja die Gelegenheit, in einer stilleren adventlichen Stunde vor diesem Weihnachten, sich zu fragen, wem Sie mit Unerwartetem eine richtige Freude machen könnten. Und vergessen wir es nicht: Die Freude, die wir einander bereiten, ist ein Abbild der Freude über Gottes Kommen zu uns, das wir Weihnachten feiern: Gott wird Mensch.

 

Wir, das Team des Kirchlichen Dienstes in Polizei und Zoll, wünschen Ihnen und den Menschen, die Ihnen wichtig sind, eine phantasievolle und frohe weihnachtliche Zeit.

 

Pastor Frank Waterstraat

Studienreise nach Alaska mit Teilnahme an der Konferenz der IAWP

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