Foto: H. Rohdenburg
Foto: H. Rohdenburg

 

 

 

 

Gedanken zur Jahreslosung 2022

 

Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.

Johannes 6,37

 

Sehr geehrte Damen und Herren!

 

Wie gut ist es, wenn man weiß, es gibt einen Ort, an dem bin ich immer willkommen. Als ich mich nach dem Abitur etwas überhastet aus meinem Elternhaus in Flensburg ins Studium nach Tübingen verabschiedete, nachdem ich zunächst eine Banklehre angefangen und innerhalb von 7 Wochen abgeschlossen hatte, gab mein Vater mir ähnlich lautende Wort, wie die der Jahreslosung mit auf den Weg: „Egal was ist oder passiert, Junge, unser Haus steht dir immer offen!“ Worte, die mich durch viele Jahre getragen haben, die mutig gemacht haben, auch einmal etwas auszuprobieren, etwas zu wagen. Ich wusste, es gibt den Ort, wo ich immer wieder aufschlagen kann, auch und gerade dann, wenn etwas so richtig schief gegangen ist.

 

Um solche sicheren Zufluchtsorte zu wissen, ist ein ganz großes Geschenk, das bei weitem nicht allen Menschen zur Verfügung steht.

Als im Jahr 2015 Flucht und Vertreibung viele Menschen nach Europa brachte, hat unsere damalige Bundeskanzlerin öffentlich gesagt, dass wir es schaffen, den Menschen auf der Flucht einen solchen sicheren Zufluchtsort zur Verfügung zu stellen und damit nicht wenige Flüchtlinge nach Deutschland und nicht unerhebliche Wut auf sich gelenkt.

 

Jesus war für vieler seiner Zeitgenossen ein besonderer Mensch – im gleichen Kapitel der Bibel, aus dem auch die neue Jahreslosung stammt,  bringt Petrus, einer seiner Jünger, auf den Punkt, wer Jesus für ihn ist: Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes! Für die Jünger war klar – in einer für sie völlig unübersichtlichen Welt gibt es für sie einen sicheren Zufluchtsort bei Jesus Christus, bei Gott. Das haben sie im Umgang mit Jesus gelernt: es gibt den Ort, wo sie immer wieder aufschlagen können, auch und gerade dann, wenn etwas so richtig schief gegangen ist.

 

Eine Jahreslosung wie diese lädt uns zu Zweierlei ein:

-          auch wenn es schwer vorstellbar ist, da gibt es einen Gott, der uns Geborgenheit in

           unruhigen Zeiten schenken will

-          und auch wir sind gefordert, in einer unruhigen Welt Menschen Schutzräume und

           sichere Zufluchtsorte anzubieten

 

Und so möchte ich – gerade auch im Blick auf das neue Jahr – mit zwei Wünschen schließen:

-          dass Sie in Ihrem herausfordernden und oftmals belastenden Dienst solche sicheren

           Zufluchtsorte haben oder immer wieder finden und

-          dass es Ihnen immer wieder gelingt durch Ihre Arbeit für andere Menschen solche

           sicheren Zufluchtsorte zu schaffen (denn geht es nicht in der Polizeiarbeit gerade auch

           darum?)

 

Weiter wünsche ich Ihnen – besonders im Blick auf die vor uns liegende Zeit – im Namen des gesamten Teams des kirchlichen Dienstes in Polizei und Zoll und ein gutes, ein erfolgreiches, ein gesundes – eben ein gesegnetes Jahr 2022.

 

Ihr Pastor Torsten Ernst

Hier gibt es die Info über die anstehende Studienreise nach Canada im Sept.2022

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