Foto: Rohdenburg
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 Gedanken zum Buß- und Bettag 2019:

 

Innehalten!

 

 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

der Buß- und Bettag bietet die Chance, innezuhalten und einen prüfenden Blick auf sein Leben zu werfen.

 

Wir sind je nach Lebensalter und persönlicher Situation mit unterschiedlicher Intensität auf der Lebensreise unterwegs. Individuell verschieden kann es uns vielleicht gar nicht schnell genug gehen mit Veränderungen, neuen Reizen und Herausforderungen; oder es mag uns genau damit deutlich zu schnell gehen.

Möglicherweise haben wir ein wenig den Überblick verloren und wissen gerade nicht, „wo uns der Kopf steht.“ Oder wir wissen das nur zu genau, weil wir unser Leben als immer im gleichen Fluss befindlich und daher als wenig herausfordernd und eher langweilig erleben.

Wie es auch sei – ein prüfender Blick auf das eigene Sein kann von Zeit zu Zeit helfen herauszufinden, ob man so unterwegs ist, wie man will. Dazu möchte ich auch die Jüngeren unter Ihnen ausdrücklich ermutigen. Je eher sich herausstellt, dass der eingeschlagene Weg einer Überprüfung oder Korrektur bedarf, desto leichter können wir es umsetzen. Für mich ist das keine Theorie: Ich habe in meinem Berufsleben zwei Mal einschneidende Änderungsentscheidungen getroffen, die damals und im Rückblick notwendig und richtig waren. Auch dann, wenn sie in der akuten Situation risikobehaftet, belastend und schmerzhaft waren. Solche Flexibilität ist natürlich von den eigenen Lebensumständen abhängig und davon, wie viele Menschen, z. B. Lebenspartner*innen oder Kinder davon betroffen sind. Daher meine Idee, frühzeitig den analytischen Blick auf den geplanten Kurs zu richten.

 

Das wird mit zunehmendem Alter natürlich schwieriger. Allerdings muss es ja nicht immer die 180-Grad-Wende sein. Vielleicht sind erst einmal unbefriedigende einzelne Elemente des eigenen Alltags real veränderbar oder sie lassen sich abschaffen. Das setzt die Bereitschaft zur kritischen Sichtung und gestalterischer Aktivität voraus. Von nichts kommt hier tatsächlich nichts. Menschen in der Beratung sagen gelegentlich, sie könnten an ihren Lebensumständen ja doch nichts ändern. Das mag in besonderen und dann auch sehr belastenden Konstellationen – z. B. im Zusammenhang mit Krankheiten oder Todesfällen – auch stimmen.

 

Es gibt Lebensphasen oder -situationen, die man aushalten muss. Diese Situationen meine ich hier nicht, sondern solche mit realistischem Veränderungspotential. Dann gehen wir im Gespräch gemeinsam auf die Suche nach konkreten lebenspraktischen Möglichkeiten. In Demut und Bescheidenheit wage ich die These, dass es oft mehr Veränderungschancen gibt, als auf den ersten Blick deutlich ist. Daher lade ich Sie zu einer konzentrierten und ungestörten Schau Ihres Lebens ein. Vielleicht erfahren Sie dann den biblischen Sinn von „Buße“: Innezuhalten auf einem als nicht gut erkannten Weg und umzukehren hin zu einem neuen. So lässt sich dieser Feiertag mit gutem Sinn für sich selbst und andere füllen.

 

Ich wünsche Ihnen und den Ihren einen gesegneten, guten Buß- und Bettag.

 

Ihr

 

P. Frank Waterstraat

 

"Verantwortung übernehmen

was hält mich davon ab?"

 

Zentraler Buß- und Bettagsgottesdienst

für Polizei · Zoll · Apostel-und-Markus-Gemeinde

20.November 2019, 16:00 Uhr, Apostelkirche

Hannover Oststadt

Studienreise nach Alaska mit Teilnahme an der Konferenz der IAWP

- einen Erfahungsbericht können Sie hier sehen.

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