„Das wär‘ doch ein Traum…“
Träume sind etwas Besonderes. Während wir schlafen, begeben wir uns beim Träumen in eine besondere Bewusstseinsebene. Wie in einem Film werden wir in Erlebenswelten hineingeworfen, in denen alles möglich ist. Es gibt keine Grenzen der Fantasie. In aller Regel nehmen wir den Traum als sehr real wahr. Erst nach dem Aufwachen -sofern wir uns an den Traum erinnern können- finden wir den Inhalt manchmal skurril, witzig, aber auch verwirrend oder beängstigend.
In den Erzählungen der Bibel ist der Traum eine Möglichkeit, in der Gott sich zeigt. So erfährt Josef, dass das Jesuskind in Gefahr ist, so dass die Familie nach Ägypten flieht. Jakob träumt von einer Leiter, die ihn in den himmlischen Hofstaat sehen lässt und baut am folgenden Tag an der Stelle einen Altar auf.
Eine etwas andere Bedeutung haben Träume, die unsere Wünsche ausdrücken. Dann sind Träume nicht nur Produkt unserer Fantasie, sondern auch Motivation für unser Handeln. Lebensträume sind häufig Ereignisse in der Zukunft, die wir erreichen wollen, also. Zum Beispiel mit einem Lieblingsmenschen zusammen zu leben. Für viele junge Menschen ist das Berufsziel ein Traum. Sie malen sich gedanklich schon mal aus, wie herrlich es sein wird, das zu tun, was einem Freude macht und wofür es Anerkennung gibt.
Und was ist, wenn dieses Lebensziel erreicht ist? Wie geht es uns, wenn wir den Lebenstraum in die Wirklichkeit umgesetzt haben? Wir freuen uns natürlich darüber, aber wir haben die Tendenz, unsere Träume bald zu vergessen, wenn sie Realität wurden. Da würde ich mir wünschen: Dass wir uns an unsere Träume erinnern; an die Leidenschaft, die wir im Herzen verspürt haben; an ihre Lebensenergie, die uns Kraft gegeben hat; an die Glücksmomente, die wir uns erhofft haben.
Sich an die Lebensträume zu erinnern, lohnt sich also. Von welchen Träumen -erfüllt oder unerfüllt- wurden Sie in Ihrem Leben berührt?
Herzlichst, Ihr
Marcus Christ, Pastor