Foto: Miteinander in schweren Zeiten – die Krise gemeinsam überstehen, epd-Bild/Annette Zöpf
Foto: Miteinander in schweren Zeiten – die Krise gemeinsam überstehen, epd-Bild/Annette Zöpf

 

Liebe Besucher und Besucherinnen unserer Homepage,

 

in der Pfingstgeschichte im Neuen Testament (Apostelgeschichte, Kap. 2) wird erzählt, wie Menschen aus aller Welt plötzlich einander verstehen, obwohl sie alle eine andere Sprache sprechen. Petrus sieht sich in seiner Pfingstpredigt gedrängt, zunächst einmal den Verdacht, es könne „am süßen Wein“ liegen, zurückzuweisen. Vielmehr sei es ein Zeichen dafür, dass der von Jesus angekündigte Heilige Geist nun zu den Menschen gekommen sei.

 

So einen Geist der Verständigung und der Gemeinschaft entdecke ich in diesen Tagen und Wochen an vielen Orten – oft intensiver und klarer, als ich es erwartet hätte. Ein Beispiel: Jeden Morgen um 11 Uhr läuten bei uns im Dorf auf Bitten des Bürgermeisters die Glocken. Dann treten die Nachbarn vor ihre Häuser und grüßen einander über die Hecke oder die Straße hinweg, klönen ein wenig über dieses und jenes und gehen dann weiter ihrer Arbeit nach. Es gibt keine Klagen. Die „jungen Leute“ von gegenüber sind dabei und verabschieden sich jedes Mal mit den Worten: „Bis morgen!“ „Nützt je nix“, sagt die junge Frau, wenn es um die momentanen Einschränkungen geht: „Da müssen wir jetzt durch.“ Die Betreiber des kleinen Hotels von nebenan sind dabei. Obwohl ihr Haus zwangsweise geschlossen ist und das Einkommen damit weggebrochen, hören wir keine Klagen. Wohl geht es in den Gesprächen um Perspektiven, um gangbare Wege, um erhoffte Chancen, aber der Kern des Treffens ist auch für sie die Gemeinschaft, das tägliche Wiedersehen, was zu anderen Zeiten allein aufgrund der zahlreichen Gäste so nicht möglich war. Zwei ältere Damen kommen genau um die Zeit immer von ihrer Walkingrunde zurück und erzählen, wen sie im Dorf so alles am Gartenzaun getroffen haben.

 

Jeder dieser Menschen erlebt derzeit etwas, was er als Bereicherung erfährt: Gemeinschaft, ein Gefühl von seelischer Unterstützung, das Erleben, dass die Situation miteinander leichter auszuhalten ist, und das Staunen über die nachhaltige Freude, die diese morgendliche Runde schenkt. „Lasst uns das in irgendeiner Form bewahren, auch wenn die Krise vorbei ist“, sagen alle immer mal wieder. Ich bin sicher, dass da etwas bleiben wird. Den Geist, der dieses bewirken kann, gibt es schon länger, sprich: seit dem ersten Pfingstfest. Hier und da wird er spürbar, wenn Menschen einander näher kommen und verstehen. Ob „süßer Wein“ dabei hilfreich ist, weiß ich nicht – die Corona-Krise hat es auf jeden Fall geschafft.

 

Bleiben Sie gesund und wohlbehalten,

 

Ihr Axel Kullik

 

Polizeiseelsorger in der PD Oldenburg und der Region Ostfriesland

 

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