Foto: M.Zielke
Foto: M.Zielke

 

 

Wann ist man eine gute Polizistin, ein guter Polizist?

 

 

Der Oktober ist ein wirklich besonderer Monat! Der Oktober ist Einstellungstermin, Bacholarabsolventen beginnen ihren Dienst, Diensterfahrene begehen ihr Dienstjubiläum, Kolleginnen und Kollegen gehen zum Oktober in den Ruhestand und Landespolizei und Innenministerium würdigen aktuell ‚40 Jahre Frauen in der Polizei‘.

 

Ich weiß nicht, ob es Ihnen auch so geht, mein Eindruck ist, in den Würdigungen und Gratulationen schwingt immer eine Frage ganz besonders mit: Wann ist jemand eine gute Polizistin, ein guter Polizist? Was zeichnet jemanden darin aus? Sowohl im polizeilichen Handeln, im gegenüber zum Bürger wie auch innerhalb der Dienstabteilung, unter Kolleginnen und Kollegen, als Führungskraft?

An den Standorten der Polizeiakademien hängt ein großer Spiegel mit der Überschrift: „So sieht mich der Bürger“. Ich glaube dieser Spiegel ist in mehrfacher Hinsicht ein hilfreiches Bild. Wer dort hineinschaut, sieht sich in Uniform. Rein äußerlich kann so das eigene Erscheinungsbild abgeglichen werden; ob denn die Uniform richtig und angemessen sitzt. Es macht darüber hinaus sichtbar, dass der Bürger einen ja als uniformierte Vertreterin und Vertreter des Landes wahrnimmt. Das eigene Verhalten ist damit auch das Agieren des Staates.

Mit diesem Bewusstsein in den Spiegel geschaut, reflektiert es den Wunsch, der einen durch den ganzen Dienst begleitet: Ich möchte mich jeden Tag wieder im Spiegel anschauen können. Mir selbst immer wieder gradlinig in die Augen schauen können. 

Welcher Maßstab kann mir dabei helfen? Woran kann ich mich orientieren? Was ist mein Kompass?

Christen orientieren sich dabei an Lebenserfahrungen, die in der Bibel verdichtet sind. 

Eine dieser verdichteten Lebenserfahrungen aus dem Neuen Testament ist für den Oktober ausgewählt. Sie heißt: ‚Lasst uns auf einander achthaben und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken.‘ 

Ich glaube, in diesem Wort steckt viel von dem, was Diensterfahrene im Rückblick berichten, was Gratulationen ausformulieren und was Würdigungen über gute Polizistinnen und Polizisten sagen: Sie sind achtsam in ihrem Dienst in allem polizeilichen Handeln, im Blick auf Kolleginnen und Kollegen und auch gegenüber sich selber. Sie bewahren sich etwas von der Liebe zum Beruf und diese auch als Menschfreundlichkeit in allem Schweren, was einem im Dienst begegnet. Es ist ein wichtiges Ziel allen Handelns, dass ein gutes Handeln für eine gute Welt im Vordergrund steht. Darin haben sie acht, gegenüber sich selbst, dem Bürger und Kollegen und Kolleginnen gegenüber.

Das Bibelwort für den Oktober schenkt einem die Möglichkeit, dieses Gute als Kompass zu bekommen und sich an verdichteter Lebenserfahrung orientieren zu können.

 

Mit herzlichen Segenwünschen

Ihr

Polizeipfarrer Maic Zielke

Neben den Seminaren bieten wir weitere Veranstaltungen, sowie vertrauliche Gespräche zu persönlichen und dienstlichen Themen an. Sprechen Sie uns an und wir vereinbaren gerne einen Termin bei uns oder einem anderen neutralen Ort.

Natürlich sind wir auch telefonisch zu erreichen!

Jahresprogramm

per Mail

Wenn Sie in Zukunft das Jahresprogramm per Mail bekommen möchten, dann melden Sie sich bitte hier an!

Eine gedruckte Form gibt es nicht mehr!