Impuls

Der Freundschaft tiefster Sinn

Liebe Besucher und Besucherinnen unserer Homepage,

 

vor vielen Jahren stieß ich einmal auf einen schönen Gedanken: „Der Freundschaft tiefster Sinn ist, dass einer dem anderen Rast gebe auf dem Weg in die ewige Heimat.“

Mit Ablauf des Monats Oktober werde ich nach fast 16 Jahren beim Kirchlichen Dienst in Polizei und Zoll in den Ruhestand gehen. Wenn ich im Rückblick auf die Jahre schaue oder wenn ich mich noch einmal mit den Menschen unterhalte, die mir vertraut geworden sind, dann ist mir eines deutlich: Es waren Jahre des Gebens und Bekommens. Sicher, mein Auftrag war, für die Menschen in Polizei und Zoll da zu sein in Zeiten der außerordentlichen Belastung genauso wie im dienstlichen und privaten Alltag, in der Einsatzbegleitung ebenso wie in der Fortbildung und Lehre und in vielem mehr. Doch durfte ich immer auch die Erfahrung machen, dass in den Zeiten, in denen es mir an Kräften fehlte, eben die mir anvertrauten Menschen nach mir fragten, sich um mich sorgten, mir Grüße und gute Wünsche zukommen ließen – aus der Polizei und dem Zoll ebenso wie aus dem Kreis der Kollegen und Kolleginnen. Dafür bin ich dankbar!

Diesen Dank möchte ich heute auf diesem Wege an Sie alle im großen Kreis weitergeben. Hinzu kommen mein Dank und meine Hochachtung für den Dienst, den Sie Tag für Tag und rund um die Uhr für uns verrichten. Irgendjemand von Ihnen ist immer auf den Beinen und auf der Straße, um mit ganzem Einsatz dafür zu sorgen, dass die Gesellschaft, dass Menschen wie meine Familie und ich sicher und in Frieden leben und ihren Weg gehen können. Wenn es dabei immer wieder einmal Momente gibt, in denen wir einander Rast geben können, einander entlasten können – wie und in welche Richtung auch immer -, dann ist es gut!

In dem Begriff „ewige Heimat“ steckt für mich zudem etwas Tröstliches. Mir ist bewusst, dass ich nicht überall sein konnte, dass ich nicht immer das Zauberwort kannte, dass ich hier oder da eben auch fehlte. Doch hat niemand von uns verlangt perfekt zu sein. Es ist mein Gottvertrauen, das mir die Gewissheit schenkt, dass das, was wir auf menschliche und oft auch begrenzte Weise anfangen, auch sein gutes Ende finden wird – vielleicht ganz anders und zu einer anderen Zeit, als von uns erwartet, aber eben gut.

„Der Freundschaft tiefster Sinn ist, dass einer dem anderen Rast gebe auf dem Weg in die ewige Heimat.“ Ich danke Ihnen für die Rast, die wir einander in Vertrauen schenken durften! Nach mir wird jemand anderes kommen und mit Ihnen weitergehen. Möge Gotte seinen Segen darauflegen!

 

Herzliche Segensgrüße

Axel Kullik, Seelsorger in der PD Oldenburg und der Region Ostfriesland

 

 

Bild: pixabay.com

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