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Nutzungsrechte: H. Rohdenburg
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 Ostern

 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

ich lade Sie ein, mit mir ein Zitat von Martin Luther aus seiner Osterpredigt vom 13. April 1533 zu bedenken. Seine Worte klingen nicht nach unserer Alltagssprache und ihr Inhalt ist für viele Menschen sicher auch nicht (mehr) selbstverständlich. Ich traue mich dennoch, ihnen diesen Text anzubieten, weil er den Kern des christlichen Glaubens berührt. Und das, was Luther vermittelt, ist eben nicht alltäglich, nicht gewohnt. Vielleicht haben frühere Generationen zu schnell gemeint, sie hätten solche Texte wie die österlichen von Kreuzigung und Auferstehung Jesu tatsächlich erfasst. Aber lassen wir Luther zu Wort kommen:

 

Weil wir denn nun auf ihn getauft sind und an ihn glauben, so folgt, dass, wenn schon ich und du hunderttausend Sünden, Tode und Höllen hätten, so wäre es dennoch nichts. Denn Christi Auferstehung, Sieg und Triumph, so mir in der Taufe und im Wort durch den Glauben gegeben und nun mein ist, ist viel größer. Ist das wahr, wie es gewisslich wahr ist, so lasse murren Sünde, Tod, Teufel, Hölle, Welt, Papst, Kaiser und alles Unglück, was können sie uns denn auch schaden? (Fundort: Ostern.eu. Die Osterseite im Netz. Copyright 2007, Camo&Pfeiffer)

 

Ich möchte Ihnen einen persönlichen Zugang zu diesen Gedanken darstellen: Es geht für mich um Schuld und Versagen. In Luthers Sprache: um „Sünde“. Der Begriff ist aus der Mode, das Problem nicht. Das Problem, wie man als Mensch damit umgeht, Falsches getan zu haben. Vor allem dann, wenn es nicht mehr korrigierbar ist, sondern bleibt. Einen Menschen verletzt oder zerstört zu haben, oder sich selbst – auch an uns können wir schuldig werden – kann uns in unsere „Tode“ und „Höllen“ führen. Dann füllen sich diese Begriffe und Bilder mit Inhalt. Zum Beispiel, wenn sie das Erleben absoluter Verzweiflung und Verlorenheit beschreiben. Und dieses Gefühl ist nicht da, weil als Kind auswendig gelernt wurde, dass es so etwas wie die Hölle gibt. Sondern weil genau dieses wahrhaft höllische Gefühl letzter Verlassenheit in Schuld einen Menschen im Griff hat.

 

Genau dort setzt Luther an. Getauft sein auf seinen Namen und an Christus glauben binden unverlierbar an ihn. So sehr, dass „hunderttausend Sünden“ nichts sind. NICHTS! Ich finde diese Botschaft immer wieder unerhört und über alles Begreifen befreiend. Wenn ein Mensch keine Möglichkeit hat, wieder in Ordnung zu bringen, was er zerstört hat und darunter leidet, dann sagt ihm dieser Text: Wenn du getauft bist und an Jesus Christus glaubst, bist du nicht verloren. Deine Schuld ist getilgt. Gott hat dir vergeben. Und du darfst und sollst weiterleben. Lebe!

 

Das ist für mich Ostern: Gottes neu geschenktes Leben durch seine Vergebung. Ich wünsche Ihnen im Namen unseres gesamten Teams ein frohes und befreites Osterfest.

 

Frank Waterstraat

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