Foto: H.Rohdenburg
Foto: H.Rohdenburg

 

 

 

 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

es wird Herbst und die letzten schönen Tage mit noch etwas Wärme, aber auch schon kalten Nächten schließen den Sommer ab, der nicht so war wie sonst.

 

Zwar haben wir die durchaus umstrittene Sommerzeit noch, der demnächst nach der Zeitumstellung die Winterzeit folgt, aber dieses Jahr ist dieses aufgrund der Pandemie gar nicht so wichtig gewesen.

 

Denn Urlaub Zuhause mit den dort gegebenen Möglichkeiten war eine schöne Erfahrung. Außerdem wollten wir sowieso nicht mehr fliegen, da wir nun unseren Hund haben, der unserem Leben einen neuen Rahmen und neue Pflichten gegeben hat. Es gibt jetzt nicht nur die Verantwortung für uns Menschen und unsere Umwelt, sondern auch die Verantwortung für unser neues Haustier.

Es stammt aus einem „Vermehrerstall“ und diente der fließbandmäßigen „Produktion“ von Welpen, die gut verkauft werden konnten. Nach der „Ausmusterung“ wegen Totgeburten wurde der Hund von einem Verein, der sich die Rettung von solchen Tieren auf die Fahnen geschrieben hat, aufgenommen. Sie suchten für den Hund liebevolle und geduldige Hände. Diese haben sie bei uns gefunden und wir sind nach anfänglicher Aufregung nun ein gutes neues Hundezuhause mit Garten und vielen Möglichkeiten der Bewegung in der Umgebung.

 

In vielen Gesprächen erfahre ich, dass Hunde oft ein positives Lebensgefühl hervorrufen und ihre Anwesenheit auf den Menschen eine beruhigende Wirkung haben kann. Ausnahmen gibt es natürlich immer. Es hängt alles vom Verhältnis ab, das Mensch und Tier zueinander haben.

 

Auf den Spaziergängen treffen wir andere Leute, mit denen wir uns austauschen und über unsere Hunde freuen. Mein interessantestes Gespräch hatte ich mit einer Polizeibeamtin, die ihren Hund einmal mit zur Dienststelle bringen mußte, da es spontan keine andere Betreuungsmöglichkeit gab. Die Maßnahme war abgesprochen und es gab keinen Widerspruch, denn alle wußten, dass der Hund ruhig und verträglich war und so wurde er von allen freudig begrüßt.

 

Die Beamtin erzählte, dass im Gespräch mit einer belasteten Kollegin der Hund sich unaufgefordert zu dieser gesellte und sie begann den Hund zu streicheln. Nach einiger Zeit stellte die Kollegin fest, dass es ihr gut getan hatte, den Hund zu streicheln. Es hatte eine beruhigende Wirkung auf sie gehabt und sie fühlte sich etwas entspannter.

 

Das hat mich sehr beeindruckt und ich bin zunehmend sicher, dass es einen positiven Einfluss auf Menschen hat, wenn sie sich auf einen Hund oder ein anderes Haustier einlassen und sie sich diesem Tier mit Verantwortung und Zuneigung nähern.

 

Es ist schön mit anzusehen, wie unser Hund immer neue Dinge entdeckt und lernt zu spielen und frei zu laufen, denn das hatte sie in ihrem „Hundeknast“ nicht erlebt.

 

Und so verging der Sommer trotz Einschränkungen, Abstand und Maske sehr harmonisch mit der Zuneigung von einem Hund und zu ihm und der unbändigen Freude des Wiedersehens nach nur einer halben Stunde Abwesenheit.

 

Und es bewegen mich jetzt diese Fragen: Was ist mir wirklich wichtig (geworden)? Hat sich was verändert? Und wenn ja, was?

 

Darüber werde ich mir in der nächsten Zeit Gedanken machen.

 

Mit den besten Wünschen für einen goldenen Herbst

 

Heike Rohdenburg

 

 

 

 

Zentraler Buß- und Bettagsgottesdienst für Polizei*Zoll* Apostel-undMarkus-Gemeinde

18.Nov. 2020 in der Apostelkirche, Hannover Oststadt

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