Grußwort von Diakonin Michaela Herrmann ab August 2026 bei KDPZ

„Du stellst meine Füße auf weiten Raum.“

Dieser Satz aus Psalm 31 begleitet mich schon eine ganze Weile – und irgendwie passt er gerade ziemlich gut zu meinem neuen beruflichen Weg.

Seit dem 1. August 2026 bin ich nun als Diakonin beim Kirchlichen Dienst in Polizei und Zoll tätig. Nach mehr als 20 Jahren Gemeindearbeit des Kirchenkreises Gifhorn fühlt sich dieser Schritt tatsächlich ein bisschen wie ein Aufbruch in ein neues Land an.

In den vergangenen 23 Jahren war ich vor allem in der Kinder-, Konfi- und Jugendarbeit unterwegs, habe Freizeiten geplant, Gottesdienste gestaltet, Familien begleitet, Ehrenamtliche unterstützt, mit Jugendlichen diskutiert, gelacht, gestritten und immer wieder erlebt, wie viel Leben in Kirche steckt und wieviel Kirche im Leben.
Ich habe das gerne gemacht, aber jetzt mich beruflich zu verändern, weil dieser Beruf so viele Facetten bietet, war für mich sehr reizvoll. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Und plötzlich fühle ich mich mit Ü50 erstaunlich „jung“ – zumindest beruflich. Neue Strukturen, neue Themen, neue Aufgaben, neue Menschen.
Das ist sehr spannend, und ich freue mich darauf, Menschen aus diesen besonderen Berufsgruppen kennenzulernen und in Gesprächen und Seminaren begleiten zu dürfen.  

Dabei trete ich durchaus in große Fußstapfen. Meine Vorgängerin hat den Kirchlichen Dienst in Polizei und Zoll fast 30 Jahre mitgeprägt. Das ist beeindruckend – und gleichzeitig beruhigend: Denn einen neuen 30-Jahres-Rekord werde ich eh nicht aufstellen können und wollen 😉

Vielmehr möchte ich meinen eigenen Fußabdruck hinterlassen.

Und der wird hoffentlich auch häufig ein bisschen nach Meer und Strand aussehen. Denn viele der Seminare, die ich (zumindest in den nächsten 2 Jahren) gestalten und anbieten werde, finden auf meiner Lieblingsinsel Spiekeroog statt.
Wo uns der Wind um die Nase weht und der weite Blick aufs offene Meer den Horizont erweitert. Hier spüre ich den Bibelspruch “Du stellst meine Füße auf weitem Raum” geradezu bildlich. Auch, wenn vieles neu ist, so habe ich ein tiefes Vertrauen, dass ich mich dieser weite Raum tragen wird.

Denn eines habe ich in den vergangenen Jahren gelernt: Ein Aufbruch muss nicht bedeuten, dass man alles hinter sich lässt. Manchmal bedeutet er einfach, die eigenen Füße ein Stück weiter zu setzen.

Ich freue mich sehr auf spannende Gespräche und Begegnungen mit Menschen aus den wichtigen Berufsgruppen der Polizei und dem Zoll.

Herzliche Grüße

Ihre Michaela Herrmann