Liebe Leserin, lieber Leser,
mal wieder unterwegs auf der Autobahn, natürlich soll es gerade hier für alle möglichst schnell gehen. Denn Zeit ist bekanntlich Geld - und jeder möchte seine Termine irgendwie ja auch einhalten. Das Navi nennt die Zielzeit, gut sieht es aus. Die halbe Strecke liegt schon hinter mir. Dann auf einmal, fast wähnte ich mich schon am Ziel, doch noch unvermittelt ein Stau. Vor einer Baustelle, wie so oft. Zunächst geht es noch schrittweise im Stopp and Go, doch dann steht auf einmal alles. Drückende Hitze drinnen wie draußen. Die ersten machen die Türen auf, steigen aus, schauen, ob beim Blick durch die Gasse zu erkennen ist, was da vorne eigentlich los ist. Der eine oder andere nutzt die Zeit für eine Zigarettenpause. Währenddessen schon hört und sieht man auf der Gegenfahrbahn ein Fahrzeug der Autobahnpolizei, mit Blaulicht und Signalhorn und hohem Tempo. Erstaunlicherweise kommt der Wagen uns, kaum ein paar Minuten später, schon in der Gasse entgegen - er muss wohl auf einer Notausfahrt, die wir just passiert hatten, gewendet haben. Mit maßvollem Tempo schlängelt ‚die Minna‘ sich durch die Rettungsgasse – aber immerhin, sie funktioniert, sie kommt nach vorne durch. - Die Einsatzkräfte sichern umgehend die Unfallstelle, stellen Warnbaken auf, machen Fotos vom Unfallgeschehen. Und so weit auf der Entfernung zu erkennen scheint bei einem Blechschaden geblieben zu sein.
Am Navi verrinnt derweil dennoch weiter die Zeit. Der Fahrer neben mir, mit dem ich ins Gespräch gekommen war, sinniert sein Mantra vor sich hin: „Wäre ich doch bloß fünf Minten eher von daheim losgefahren, dann wäre ich hier noch durchgekommen!“ Doch unmittelbar darauf kommt schon wieder Bewegung ins Geschehen. Man erkennt, wie die ersten da vorn die Unfallstelle passieren, alle steigen ein, im Reißverschluss geht es nach vorn, bald hat man es selbst auch geschafft. Ein Danke! unserer Polizei für diesen Einsatz - wie für so viele ungenannte andere auch! Und man sieht: mitunter geht es auch ohne blockierte Rettungsgasse, Gaffer oder unnötige Handy-Filmer ab,
Fazit: Möge für alle, die da in der kommenden Reise- und Urlaubszeit unterwegs sind, Reisenden wie insbesondere auch den Ordnungs- und Rettungskräften auf Einsätzen, der wunderbare Segen aus Psalm 91 gelten: Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen!
Auf dass wir alle gut, sicher und behütet durch die Ferienzeit kommen!
Pastor Andreas Dreyer